Arbeitszeugnis Bedeutung – Die Codes dahinter – Das könnte Ihr Arbeitszeugnis wirklich bedeuten

Das Arbeitszeugnis – Die Codes dahinter

Arbeitszeugnis Bedeutung CodesDas nahende Ende in einer Firma bringt es immer wieder auf den Tisch: Das Arbeitszeugnis. Aus verschiedenen Gründen hat sich um eben dieses, für Arbeitnehmer extrem wichtige Dokument, eine wahrliche Wissenschaft gebildet. Aber von vorne: Welche Kriterien muss das Zeugnis erfüllen? Derer gibt es genau zwei: Einerseits darf das Zeugnis nichts Unwahres enthalten, zum anderen muss es wohlwollend formuliert sein. Heißt: es darf nichts negatives aussagen. Was aber, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nun mal die Arbeit sprichwörtlich nicht erfunden hat, oder sich sonst wie unqualifiziert gezeigt hat? Für solche Fälle haben sich „Geheimcodes“ herausgebildet, die das Arbeitsrecht zum Teil sogar toleriert. Einige dieser versteckten Warnungen hier zum Nachlesen!

Der Klassiker – Bedeutung Arbeitszeugnis

„Er/Sie war stets bemüht…“. Das Wort „Mühe“ deutet es bereits an: Die Tätigkeit ging ihm oder ihr nicht leicht von der Hand, möglicherweise war der Arbeitnehmer auch unmotiviert, seine oder ihre Sache gut zu machen. Dieser Satz gilt als ein absolutes Ausschlusskriterium!

War das nicht bekannt?

Zwar muss ein Arbeitszeugnis auch Art und Umfang der ausgeübten Tätigkeiten beinhalten, wer im Qualifizierungsteil aber eine Beschreibung findet, die schlichtweg unwichtig ist, sollte hellhörig werden.

Arroganz ist keine Zier

„Er/Sie zeigte ein gesundes Selbstbewusstsein…“. Ja, um nicht zu sagen, der- oder diejenige war arrogant und wusste alles besser. Selbstsicheres Auftreten wird gerade in höheren Positionen vorausgesetzt, Arroganz oder Besserwisserei mag man allerdings auch im Management nicht.

Allseits beliebt – oder auch nicht?

„Er/Sie erfreute sich bei Kollegen und/oder Kunden schnell großer Beliebtheit“. Nunja, ausnutzen lassen sollte man sich nicht – schon gar nicht in Preisverhandlungen mit Geschäftspartnern. Auch hier wird im Verborgenen auf Mängel in der Haltung des Bewerbers aufmerksam gemacht.

Alles darf trotzdem nicht rein – glücklicherweise

Immer wieder gibt es aufmerksame Arbeitnehmer, die ihr Zeugnis ganz genau lesen und jeweilige Vorgesetzte mit enttarnten Verunglimpfungen konfrontieren – nicht selten geht der Fall dann vor Gericht. So klagen von Hamburg bis München immer wieder unzufriedene Arbeitnehmer wegen Formulierungen im Arbeitszeugnis, nicht selten erfolgreich. Jedoch sollte man sich gewahr sein, dass der Arbeitgeber nur dazu angehalten werden kann ein „befriedigendes“ Arbeitszeugnis auszustellen. Für einen sehr guten Nachweis gilt es also, sich anzustrengen!

Bild – Urheber: gstockstudio / 123RF Standard-Bild


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