Gekündigt und Abfindung erhalten

Die Abfindung dient dazu die Nachteile, die durch einen Verlust des Arbeitsplatzes entstehen, auszugleichen.

Eine Abfindung kann im Rahmen eines Aufhebungsvertrags, eines gerichtlichen Vergleichs oder Urteils oder im Fall von Personalabbaumaßnahmen (z. B. Massenentlassungen, Betriebsänderungen) durch einen Sozialplan (sofern eine Betriebsrat existiert) vereinbart werden.

Grundsätzlich gibt es jedoch keinen Abfindungsanspruch! Außer unter den Voraussetzungen von § 1a KSchG oder §§ 9, 10 KSchG sowie bei Sozialplanabfindungen, die der Arbeitgeber mit dem Betriebsrat ausverhandelt hat.

Auch die landläufig bekannt Formel 0,5 Bruttomonatsgehälter x Beschäftigungsjahr ist nicht in Stein gemeißelt, sie stellt weder das Maximum noch das Minimum einer möglichen Abfindungshöhe dar. Diese Formel findet generell nur im Rahmen von § 1a KSchG Anwendung, ansonsten wird die Abfindungshöhe frei verhandelt. Zu viele Faktoren gibt es bei der Festsetzung einer Abfindung zu beachten, als das diese vernachlässig werden dürfen. Eine Abfindung hat sich immer grundsätzlich am Einzelfall zu orientieren.

Jeder Arbeitnehmer sollte sich daher zum Thema Abfindung anwaltlich beraten und/ oder vertreten lassen.


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