Ordentliche Kündigung erhalten?

ORDENTLICHE KÜNDIGUNG ERHALTEN? UND GLEICH FREIGESTELLT WORDEN? DARAUF MÜSSEN SIE ACHTEN!

Eine ordentliche Kündigung muss unter Einhaltung einer Kündigungsfrist ausgesprochen worden sein. Die Kündigungsfrist kann sich aus dem Gesetz, aus dem Arbeitsvertrag oder aus tarifvertraglichen Regelungen ergeben.

Ob die Kündigungsfrist richtig berechnet worden ist, sollten Arbeitnehmer umgehend prüfen lassen! Immerhin kann es sich um einen ganzen Monat handeln, um den sich das Ende des Arbeitsverhältnisses verschiebt.

Weiter wichtig ist zu wissen, wann die ordentliche Kündigung zugegangen ist. Besonders für den Arbeitgeber ist dies ein wichtiger Punkt, wenn ein bestimmter Kündigungstermin eingehalten werden soll. Ist die Kündigung verspätet im Briefkasten gelandet, kann es bei längeren Kündigungsfristen (z.B. 3 Monate zum Ende eines Quartals) für den einen oder anderen Arbeitgeber schlecht ausgehen.

SIE WISSEN GAR NICHT WARUM MAN IHNEN DIE ORDENTLICHE KÜNDIGUNG ÜBERREICHT HAT?

Gründe für die ordentliche Kündigung muss der Arbeitgeber im Kündigungsschreiben selbst nicht angeben; erst auf Verlangen muss der Arbeitgeber seine Gründe bekannt geben. Meist geschieht das jedoch erst im Gütetermin vor dem Arbeitsgericht.

Wenn es jedoch keine Abmahnung vorher gab oder sonst irgendeinen Vorfall, sollten Sie die Kündigung nicht einfach auf sich beruhen lassen. Wenn Sie auf Nachfragen keine Auskunft bekommen oder hingehalten werden, vergessen Sie nicht: Sie haben nur 3 Wochen ab Zustellung der Kündigung Zeit, um dagegen gerichtlich vorzugehen, also Kündigungsschutzklage zu erheben. Lassen Sie die Frist einfach verstreichen, gilt die Kündigung als von Anfang an wirksam.

Selbst wenn es einen Grund für die Kündigung gegeben haben sollte, kann die Kündigung trotzdem sozial ungerechtfertigt sein, wenn

  • der Arbeitgeber gegen personelle Auswahlrichtlinien (§ 95 BetrVG) verstoßen haben sollte,
  • der Arbeitnehmer an einem anderen Arbeitsplatz im Betrieb oder Unternehmen weiterbeschäftigt werden kann oder
  • die Weiterbeschäftigung mit Einverständnis des Arbeitnehmers nach zumutbaren Umschulungs- oder Fortbildungsmaßnahmen oder
  • die Weiterbeschäftigung unter geänderten Arbeitsbedingungen möglich ist und
  • der Betriebsrat aus einem dieser Gründe der Kündigung spätestens innerhalb einer Woche nach Zugang der Mitteilung schriftlich widersprochen hat.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten gegen eine Kündigung erfolgreich vorzugehen.

Sollte es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat geben, dann muss er gezwungenermaßen vor der Kündigung vom Arbeitgeber angehört werden (§ 102 BetrVG) – und zwar vor jeder Kündigung; d.h. auch wenn Sie in der Probezeit gekündigt worden sein sollten, muss das Anhörungsverfahren nach dem Betriebsverfassungsgesetz eingehalten werden. Hat der Arbeitgeber versäumt den Betriebsrat anzuhören, können Sie sich erstmal glücklich schätzen: Die Kündigung ist dann nämlich automatisch unwirksam! Trotzdem müssen Sie auch in diesem Fall Kündigungsschutzklage erheben.

Auch in einem solchen Fall können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden. Herr Rechtsanwalt und Anwalt für Arbeitsrecht hat bereits Betriebsräte vertreten und Verhandlungen für sie geführt. Es weiß also um die Stolpersteine für Arbeitgeber im Betriebsverfassungsrecht!

Die Kosten eines Anwalts sollten da nicht abschrecken, denn diese werden häufig von einer Rechtsschutzversicherung übernommen oder es kann Prozesskostenhilfe beantragt werden bzw. sie sind in dem Verhältnis zu dem, was erreicht werden kann, von untergeordneter Bedeutung, weil die Kosten durch eine Abfindung gedeckt sind. Außerdem fallen im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs auch gar keine Gerichtskosten an!

Im Falle einer Kündigung sichere ich Ihnen deshalb einen persönlichen Termin innerhalb von 24 Stunden zu. Nutzen Sie auch unsere kostenlose telefonische Erstberatung!

Sie möchten uns mandatieren? Hier finden Sie alle erforderlichen Kontaktdaten.

Anwalt für Arbeitsrecht Armin Scheugenpflug

 

 

 

 

 

 

Wikipedia. LR Schuldnerberatung.